Penzion Venuše - Geschichte



Herzlich willkommen im Haus, das im Zentrum der Stadt Mährisch Budweis (Moravske Budejovice) steht. Schon im Altertum hat aus Wien nach Prag über Habry ein von den Händler, welche die Ware auf den Saumtieren geführt haben, von den Soldatentruppen und von Räubern abgetretener Weg geführt. Die Karawanen haben den Alten Bach (heute Rokytna) über eine wichtige Furt bei Mährisch Budweis, früher auch Budweis Mährisch, das von der Landesherrenburg geschützt wurde überschritten. Manche herrschaftlichen Beamten haben in der Nähe der Burg herrliche Häuser gebaut. Zu diesen gehört auch dieses Haus. Laut dem Historiker Jan Sedlak, handelt es sich um ein bedeutendes Denkmal der bürgerlichen spätgotischen Architektur im Land. Das Haus ist auch im zentralen Verzeichnis der Kulturdenkmäler unter der Nr. 2856 eingetragen.

Historie penzionu

Das Haus stammt vom 14. Jahrhundert und sein Erdgeschoss ist gotisch. Ursprünglich sind da zwei Häuser gestanden und während des 16. Jahrhunderts, wenn das Haus umgebaut wurde, ist es zu deren Zusammenschluss gekommen. Die nächsten Änderungen folgten im 18. und 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt auch das Barockportal des Hauses. Ursprünglich hat es sich um ein Wirtschaftgebäude gehandelt und die linke Seite des Hauses (heute Gasthaus), hat als Einfahrt für die Fuhrwerke gedient. Während der Jahrhunderten wurde die Fassade in dem ursprünglichen Zustand gelassen. Das Portal ist weiterhin als Doppelhaus geteilt. Die Fassade des Erdgeschosses ist gerippt und es wurden immer nur die Formen und die Größe von den Auslagen und Türen geändert. Jedes Schmuckstück auf der Fassade hat eigene Fachbezeichnung. Das erste Stock mit der Armierung in den Ecken ist durch vier Fenster, die in der Unterschiedlichen Höhe eingesetzt sind gebildet. Rund um die Fenster dominieren Profilschambranen, in der Brüstung Dekor und über die Fenster gebrochenes, segmentgeformtes Gesims. Das Unterdach-, Profilgesims trägt geförmtes Doppelportal.


Die Portale sind mit den runden Fensteröffnungen geschmückt. Heutiges Aussehen besteht seit dem Jahr 1996, wann die verwitterte und feuchte Fassade bis auf Grundmauerwerk abgeschlagen wurde. In die neue Fassade wurden die ursprünglichen architektonischen Elemente, die vor der Beseitigung der alten Fassade genau abgemessen wurden angebracht. Die farbige Durchführung der Fassade wurde in der ursprünglichen Form gelassen: aktive Elemente weiß und die Grundfläche dunkelrot (es wurden die hochwertigen Fassadefarben KEIM verwendet). Einen Teil der Sanierung hat auch der komplette Austausch von den Fenstern, Türen und Auslagen gebildet. Hinter der Fassade, im linken Teil des Hauses befindet sich ein ursprüngliches Maßhaus mit einer erhaltenen Kreuzrippengewölbe. Siebzehn Zentimeter hohes Gerippe, das so typisch für kirchliche Bauten ist, ist bei den irdischen Bauten sehr selten. Dieser Raum ist bis heute als „alte Apotheke“, die da im Jahr 1785 errichtet wurde bekannt. Sie hat die Bezeichnung „Beim weißen Einhorn“ getragen und hat die Tradition fast 170 Jahre erhalten.

Im 19. Jahrhundert hat derzeitiger Apotheker um eine Bewilligung zur Produktion der Branntweine angesucht. Er konnte sein Lebensunterhalt aus den Erträgen aus der Apotheke nicht mehr halten. Weil in Mährisch Budweis kein Produzent der Branntweine war, hat er vom Magistrat diese Bewilligung erteilt bekommen. Also in dem gefliesten Raum der Apotheke, war damals auch BODEGA – ein Schank mit den Likören, die selbst Herr Apotheker erzeugt hat. Der elfte und gleichzeitig der letzte nachgewiesene Besitzer der Apotheke und der Likörfabrik war Herr Magister Skalda, der das Haus im Jahr 1927 gekauft hat. Das war der erste, tschechisch geschriebene Vertrag. Das Haus war sehr verkommen. Deswegen hat Herr Skalda zumindest neue Fenster und Türen angeschafft und hat den Gang zur Galerie fliesen lassen. Im Hof hat er einen kleinen Garten errichtet, der ihm am liebsten war. Sehr oft hat er sich gewünscht den Garten im ersten Geschoss zu haben.


Seine Ehe war ohne Kinder. Deswegen hat er aus dem Brünner Waisenhaus ein kleines Mädchen Marta adoptiert, das nach dem Tod des Besitzers im Jahr 1952 das ganze Haus geerbt hat. Der Hof wurde weiter nur zu den Wirtschaftszwecken verwendet.
Bei der Rekonstruktion wurde das Bodenniveau des Hofes ca. um 70-90 cm vertieft. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten, wurden die schlecht gemauerten Teile entdeckt. Der Hof wurde mit den dunkelroten Fliesen gefliest und ein Teil wurde nur für die grünen Flächen gelassen. Farbliche Lösung wurde in der Übereinstimmung mit der Hauptfassade vorgenommen, aber auf Grund der Durchleuchtung des Hofes in der verkehrten Richtung.
Den hinteren Trakt des Hofes bilden ergänzende Räumlichkeiten, die im Erdegeschoss als Lager verwendet wurden, weil neben der Apotheke wurde auch Landwirtschaft betrieben.

Zwei Zimmer auf der Galerie, haben der Apotheke als Materiallager gedient. Später sind diese Räume leer geblieben. Noch bis zum Umbau hat der Duft der Heilmittel auf die Vergangenheit erinnert. Heute bilden diese Räumlichkeiten ein Bestandteil der Betriebsräumlichkeiten im Erdgeschoss des Objektes. Aus dem Kohlelager wurden die Sozialeinrichtungen und aus dem Legerraum eine Nichtraucherweinstube mit einer romantischen Stimmung beim Kerzenlicht unter der Imitation des Sternhimmels errichtet. Auf der Galerie weiter Hintergrund für die Angestellten und private Fitnesskammer. Genauso wurden auch die Räumlichkeiten im 1. Geschoss und im Zwischengeschoss rekonstruiert. Bei der Sanierung des Hofes wurde unter einer ca. einen halben Meter dicken Schicht der Erde ein Brunnen entdeckt. Er wurde im Sandstein wahrscheinlich im 14. Jahrhundert ausgegraben. Es handelt sich um einen Brunnen der nur durch einen Zufall vor der Verschüttung gerettet wurde und dessen Tiefe ursprüngliche 30 m erreicht hat.

Die Schöpfung des Wassers aus dieser Tiefe war mittels einer Hubwinde und eines Schöpfeimers sehr anstrengend und oft auch sehr gefährlich. Der Brunnen wurde restauriert, der mechanische Schmutz beseitigt, der 1,6 m breite Rand mit einem Stein gemauert, mit einer Kunstschmiedglocke ergänzt und beleuchtet. Heute hat der Brunnen Tiefe 23 m und ca. 3 m Wasser.

Als wir das Haus gekauft haben in einem sehr schlechten Zustand. In den Kellern war viel Wasser. Das Wasser hat wörtlich aus den Decken geflossen. Dazu war das ganze Haus samt des Steingerippes mit einer grünen Latexfarbe gestrichen. Die Beseitigung der Farbe aus den Steinelemente hat präzise und duldsame Arbeit erfordert. Unter der Aufsicht des Denkmalamtes Brünn (ohne dessen finanziellen Beitrages) ist eine umfangreiche Rekonstruktion samt neuer Leitungen, Sanierung des Verputzes, Fenster- und Türenaustausch ......... durchgeführt worden.

Alle Teile des Hauses wurden von der ursprünglichen Latex- und Kalkanstriche gesäubert. Defekte und mechanische Beschädigungen wurde fachlich repariert, alles wurde mit Kalkmilch konserviert, dokumentiert und für die eventuellen Restauratorarbeiten vorbereitet.



 
Angebot - Verpflegung

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